Wir sind laser!

#laserscanning

Wusstest du, dass die weltberühmte Kirche „Notre-Dame“ in Paris allein durch terrestrisches Laserscanning gerettet werden konnte? Durch die Erfassung von 50 Milliarden Messpunkten konnten Architekt*innen ein äußerst präzises 3D-Modell der Struktur erstellen und so die Rekonstruktion der wunderschönen Kathedrale planen. Das Beispiel von Notre-Dame macht deutlich, wie moderne Technologien in der Geodäsie und Vermessung dabei helfen können, unser kulturelles Erbe zu bewahren und historische Gebäude wiederherzustellen. Es ist wie eine Zeitreise mit High-Tech-Tools!

Das, was vor ein paar Jahren noch wie Science-Fiction klang, ist heute schon Teil unseres Alltags. Mit leistungsstarken Computern und den neusten technischen Möglichkeiten der Digitalisierung können digitale 3D-Modelle durch Laserscanning ein präzises Abbild der Wirklichkeit erschaffen.

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten Oberfläche zu scannen. Bei uns in NRW sieht das folgendermaßen aus: Für große Gebiete wie beispielsweise der Oberfläche von Nordrhein-Westfalen wird der Laserscanner einfach unter einem Leichtflugzeug angebracht. Wenn wir einzelne Stadtquartiere dokumentieren wollen, dann reicht oft schon eine Drohne an der, der Scanner befestigt ist. Aber auch auf einem Stativ stehend – wir nennen das terrestrisches Laserscanning ­– kann der Laserscanner bestimmte Flächen und Entfernungen scannen. So entsteht ein hochgenauer digitaler Zwilling der Realität zum Aufnahmezeitpunkt.

Du willst wissen, wie das jetzt im Detail funktioniert? Der Laserstrahl tastet die Objekte zeilen- oder rasterweise ab und zaubert in wenigen Sekunden eine Punktwolke mit Millionen von Messpunkten herbei. Der reflektierte Impuls transportiert dabei nicht nur die Laufzeit und damit die Entfernung des Objekts, sondern auch Farb- und Intensitätswerte. Der digitale Zwilling eines Objekts lässt sich also virtuell vermessen und visuell erfassen, und das alles, ohne das eigentliche Objekt auch nur zu berühren. Das ist besonders nützlich bei schwer erreichbaren Orten, an Tatorten von Verbrechen oder wenn es um sensiblen Oberflächen von Denkmälern geht. Ein bisschen wie Magie, oder?

Und noch einen Vorteil bietet das Laserscanning: Es erleichtert die Planung von größeren Projekten, wie beispielsweise ganzen Stadtvierteln. Wenn diese nämlich in ein realitätsabbildendes 3D-Modell der Stadt eingefügt werden, lassen sich Berechnungen zu Klimaauswirkungen, veränderten Luftströmungen, Hochwasserereignissen oder auch einfach nur Straßenansichten viel einfacher durchführen. Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen haben bereits dank amtlicher Laserscan-Daten ihre eigenen digitalen Zwillinge erschaffen. So wird ganz NRW regelmäßig aus der Luft beflogen, um diese Daten für verschiedene Planungszwecke zu nutzen. Wenn das mal kein echter Hightech-Ansatz für die Stadtplanung ist!

Modelstadt 3.0: Mithilfe der Laserscanning-Technologie entstehen komplexe digitale Abbildungen der Wirklichkeit.

Jobportrait.

Von der Theorie in die Praxis! Überall sind Geodät*innen aktiv beteiligt, sei es bei der Verarbeitung von CO2-Messdaten in der Luft, bei Navigations-Anwendungen oder gar bei der Verbrechensbekämpfung. Geodät*innen aus verschiedenen Arbeitsbereichen erzählen dir, warum sie ihren Job so cool finden und was ihnen daran Spaß macht. Lass dich inspirieren.